Vergessener TV-Skandal um Günther Jauch

Winter 1995/96 - Michael Born gerät wegen gefälschter TV-Beiträge ins Visier
der Staats
anwaltschaft Koblenz. Einige Monate später muss er sich wegen 23
getürkter TV-Beiträge vor Gericht als mutmaßlicher Betrüger verantworten und
wird zu vier Jahren Haft verurteilt.


Winter 2005/06 auch ein Jahrzehnt nach der größten Betrugsserie am Zuschauer geht
die Branche diesem Kapitel deutscher Mediengeschichte aus dem Weg.
Vom Star-Moderator Günther Jauch - seine Sendung stern TV war Hauptabnehmer der
so genannten "Fakes" -, bis hin zum verstorbenen Chef des ZDF-Magazins Frontal
Bodo Hauser. Anfragen werden mit Schweigen beantwortet, Rückrufe passieren gar nicht
oder wenn, dann mit eingeschränkter Auskunftsbereitschaft. Wie sonst sollte dies gewertet
werden, wenn nicht als Indiz dafür, dass die Affäre, die Zuschauer, Medien und Politik
genau ein Jahr 1996 lang in Atem hielt und den TV-Journalismus erschütterte, nach wie vor
Unbehagen auslöst? Umso erstaunlicher, dass nach Borns Verurteilung weder die Hinter-
gründe um die Fakes und den Prozess noch die Konsequenzen daraus öffentlich je wieder
eine Rolle spielten und die  Verantwortlichkeiten bis heute nie geklärt wurden. Der aktuelle
Medienkrimi "Der Fake-Faktor" begibt sich auf Spurensuche: Wie konnte sich eine Affäre in
wenigen Tagen zum größten Betrugsfall im deutschen Fernsehen aufschaukeln? Warum
wurde Günther Jauch zum Spielball der Medien? Wieso lieferte sich die deutsche TV-
Prominenz ein einmaliges Gefecht? Eine spannende Story, die Eindrücke aus dem Innen-
leben der Medien gibt, und gleichzeitig ein einmaliges PR-Desaster plastisch beschreibt.

Der Fake-Faktor
Spurensuche im grössten Betrugsfall
des deutschen Fernsehens
Eine TV-Sittengeschichte
Ein Medienkrimi
von Thomas Pritzl

144 Seiten
Sprache: Deutsch
erscheint bei kopaed

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